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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
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Ulrich, (mit Feuer.)

O, wohl erkenn' ich, daß ich vor dein letztenBon Deutschlands Helden stehe! Sickingen,

Mit Recht malt Euch der Ruf gleich großIn Wort wie That. Die deutsche Tugend,Sie lebt in Euch noch einmal mächtig auf.

Fra»;.

Berichte Gott, daß ich der letzte wäre!

Ihr selbst sagt mir, daß Ihr der treuen FreundeNoch viel gefunden, die sich nicht gewandt.

Ulrich.

Wohl fand ich deren, doch sie selber triebenMich eifrig drängend ans den Städten fort,Fürchtend, mich gegen offnen wie geheimenAnschlag der Feinde schützen nicht zu können.Papst Leo soll geschworen haben, Jeden,

Der mich nicht auSlicsre, als seinen FeindBetrachten und verfolgen ihn zu wollen.

Ihr wißt - die Städt', in denen WissenschaftUnd Bildung mächtig ihren Aufschwung nimmtUnd auch gar edlen Freiheitssinn erzeugt,

Sie sind der reinen Lehre Freund. Jedoch,

Ihr wißt ja wohl, wie es zu gehen pflegt.

Die Mehrzahl jener gravität'scheu Herrn,

Die herrschend sitzen in der Städte Rath,

Sind gar bedenklich und bedächtig, wollenIn Händel nicht verwickelt werden, scheuenMit diesem oder jenem Fürsten, derDes Papst's Befehl gemäß mich ausbegehre,

In Streit zu kommen

(Einen Moment innc haltend.)Vielleicht hätten sie

Mir doch ein still Asyl geschenkt; jedoch