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Franz von Sickingen : eine historische Tragödie
Entstehung
Seite
21
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Franz, (nachdenklich für sich.)

Schlimm, wahrlich schlimm!Ulrich.

Hört weiter!

Von Romanisten und von Curtisanen,

Des Papstes Creatnren, fand ichDes Kaiscs Ohr umlagert. UnheimlichUnd wie von tückischem Triumph belebt,

Gehoben von geheimer Schadenfreude,

Weilte mit Hohn auf mir der Feinde Blick!

Bald kam's heraus!

Die Freunde kamen angstvoll angestürzt:

Papst Leo Hab' befohlen, mich zu greisenUnd mich nach Rom gebunden ihm zu liefern.

Des Kaisers und der Fürsten weltlichen ArmHab' er zu der Vollstreckung aufgefordert.

Franz, (unwillig an s Schwert greifend.)Wär's möglich! So weit sollten sie es treiben!Glaubt mail, wir würden's dulden? Ihr, der IhrEuch gegen die Gewalt im freien MnthErhoben habt um Eures Volkes Sache,

Ein Sprecher der Nation, Ihr solltet jetztSo schmähliche Gewalt, Ihr Selbst, erleiden?

O, nimmermehr!

Ulrich.

Der Unschuld mir bewußt,Auf meine reine Sache kräftig bauend,

Lacht' ich der Warnung erst. Doch immer mehrDer Zeichen kamen, immer ängstlicherStürmten die Freunde flehend auf mich ein.

Der Kaiser werde heft'gcr stets gedrängt!

Bis ich ans sich'rer Quelle denn erfuhr,

Ich hätte keinen Tag mehr zu verlieren!