Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
261
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Jvscphine.

Armes Kind!

Jda.

Beklagt ihr mich?

. Joseph ine.

Nein; ich beneid' euch nur,lind das im Schmerz, nicht in dem Sinn der WeltDes allgcmcincn Lasters, ist ein LasterJe häufiger als das andre.

Jda.

Sprecht mir doch

Nichr gegen eine Welt, die euch umfaßtUnd meinen Ulrich. Saht ihr je Etwas,

Das gleich ihm war? Wie überragt' er Alle!Wie folgt' ihm jeder Blick! Die Blumen eiltenUnd fielen ans den Fenstern ihm oor Allen,

So schien eS mir, zu Füßen; wo er ritt,

Da blüh» sie fort und werden nie verwelken.

Josephinc.

Ei, ihr verderbt ihn, kleine Schmeichlerin,Wenn er euch hört.

Jda.

Das wird er aber nimmer.Ich fürcht' ihn, — könnte nie so viel ihm sagen.

Josephine.

Wie so? Er liebt euch ja.

Jda.

Ich kann mein Denken

Bon ihm in Worte — zn ihm niemals kleiden.

Und dann, bisweilen schreckt er mich.

Jvscphine.

Wie so?