Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
195
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Ulrich.

O eurer eitlen Furcht:

bin armer Mann in eurer Hand ein KinkVon dunkler Abkunft, schrecken einen Großen!

Stralcnhcim.

Wer Alles kann gewinne», fürchtet Alles.

Ulrich.

Thnt Alles, es zu wahren, zu erlangen.

S traten heim.

Ihr rührt die rechte Saite meines Herzens.

Ich darf euch trau»?

Ulrich.

Znm Zweifeln wär's zu spät.Stralcnheim.

So laßt euch denn kein thöricht Mitleid irren(Denn kläglich ist das Aensirc dieses Mannes),Arm ist er, kann so gut der Dieb auch sein,

Als jener Andre, der verdächtiger ist,

Nur ist so Manches minder gegen ihn:

Er wohnte fern von hier, in einem Zimmer,

Das nicht zu meinem führt, und, wahr zu reden,

Ich denk' zu gut von mir verwandtem Blute,

'Als daß ich glaubt', er hätte das gcthan.

Er war ja auch Soldat, zwar rasch, doch brav.

Ulrich.

Die plündern, Herr, nur wissen's aus Erfahrung,

Erst wenn sie das Gehirn zerschmettert haben,

Sind Diebe nicht, nein, machen sich zu Erbe».

Der Dodte, der nicht fühlt, verliert auch nichts,

Wird nicht beraubt. Ihr Raub ist ein Vermächtniß,Nichts weiter.

Stralcnhcim.

Ei, ihr seid ein Schelm! Doch sagt,Ihr habt doch sicher Acht auf diese» Mann

IS'