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Werner.
Wer lehrte dich, du langgcsuchtcr Knabe,
Zur Unzeit endlich wieder aufgefundcn,
Daß ungestraft mein Sohn mich schmähen dürfe?
Ulrich.
Ich sprach von einem Schurken; was ist demGemein mit meinem Vater?
Werner.
Alles, Alles!
Dein Vater ist der Schurke!
Josephinc.
O, mein Sohn!
Glanb's nicht — und doch —
(Sie stockt.)
Ulrich.
(Fährt zusammen, blickt ernst auf Werner und sagt dann langsam:)
Und ihr gesteht cs ein?Werner.
Eh' du cs wagst, den Vater zu verachten,
Lern' erst sein Thun crrathcn und verstehn;
Jung, rasch, im Leben nur ein Neuling noch,
Und aufcrzogcn in des Rcichthums Schooß,
Kannst du der Leidenschaft Gewalt ermessen,
Der Noth Versuchung? Warte — (nicht gar lange,
Sic nahet gleich der Nacht und plötzlich) — warte!
Bis deine Hoffnung schwindet, wie die meine,
Und Sorg' und Schmach im Hanse Mägde sind:
Armnth und Hunger Gäst' an deiner Tafel,
Dein Bcttgenoß Verzweiflung — o dann komm,
Doch nicht vom Schlaf, und richte! Kommt der Tag,
Wo dn die Schlange, welche sich um Alles,
Was lieb und werth dir ist, gewunden hat,
Auf deinem Pfade schlummernd liegen sichst,
Vom Glück durch ihre Ringe nur getrennt;
Bnron'ö Werke VN.
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