Er schreibt um Mannschaft, um mich zu geleitenIn ein geheimes Schloß. — Doch eh' »och dies —
(Werner blickt um sich, und ergreift ein Messer, welches auf den, Tische liegt.)Jetzt bin ich wenigstens mein eigner Herr.
Horch, — Schritte! Weiß ich denn, ob StralenhcimAnch nnr den Schein der hoher» Macht erwarte,
Die diese Frcvelthat verschleiern soll?
Gewiß, er hat Verdacht. Ich bin allein;
Mit vielen Leuten er; ich schwach; er starkDurch Gold und Dicncrzahl, an Rang und Macht;
Ich ohne Namen, oder Tod im NamenVerbergend, bis mein Erb' ich wieder habe;
Er aufgebläht mit Titeln, die noch mächt'gerAns dies geringe, nieb'rc Volk hier wirken,
Als irgend anderswo. — Noch näher! Horch!
Fort, zum geheime» Gang! Er führt zu dem —
Nein! jetzt ist Alles still — es war nur Täuschung! —
Still, wie die athemlose Zeit vom Blitz
Znm Donner. Ach, ich mnß den Geist beschwicht'ge»
Inmitten der Gefahr. — Ich will nur sehn,
Ob »»entdeckt der Gang noch, den ich kenne;
Er wird im schlimmsten Fall als Zufluchtsort,
Wenn auch auf wen'ge Stunden nur, mir dienen.lWeeucr schiebt eine verborgene Thür aus und geht ab, indem er hinter sich
zuschlicßt.)
(Gabor und Josephinc trete» auf.)
Gab or.
Wo ist denn euer Mann?
Joseph ine.
Ich glaubte, hier;
I» seinem Zimmer ließ ich ihn vor Kurzem.
Doch, die Gemächer haben manchen Ausgang,
Vielleicht, um den Verwalter zu begleiten,
Ist er hinwcggegangen.