134
Zu leben, wie's nun geht, und Mancher wählteDen kleinsten Weg.
Werner.
Der ist?
Gabor.
An Alles Hand
Zu legen. Schlesien und der Lausitz WälderSind von den Banden jener Heere roll,
Die ihren Unterhalt vom Land erheben,
Die Burgherrn müssen ihre Mauern hüten:
Gefährlich ist's, für eure reichen Grafe»lind übcrmüthigen Großen jetzt zu reisen.
Mein Trost ist, daß, wohin ich mich auch wende,
Ich wenig nur verlieren kann.
Werner.
Ich — Nichts.Gabor.
O, das ist hart. Ihr wart Soldat?
Werner.
So ists.
Gabor.
Man sicht's euch an. Soldaten sind, nein, solltenCamcradcn sein, selbst wenn sic Feinde sind.
Es kreuzt sich unser Schwert, ist cs gezogen,
Das Rohr, erhoben, sucht des Andern Herz;
Doch führt Vertrag und Frieden, was es sei,
Den Stahl zur Scheid' und läßt den Funken schlafen,Der sonst die Lunte zündet: sind wir Brüder.
Arni, krank seid ihr — ich bin nicht reich, doch rüstig,Nichts fehlt mir just, was ich vermissen könnte;
Euch mangelt, scheint cs, dieses —
(Gabor schüttet seine Börse aus.)
Wollt ihr thcilcn?