Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

Barbarigo.

Und seid ihr darum so entschlossen?

Lorcdano.

Was sollt' mich ändern?

Ei.

Barbarigo.

Was mich ändert; dochIch weiß, im Hassen seid ihr fest wie Marmor.Allein, wenn Alles nun vollbracht ist, wennDer Greis entsetzt, sein Nam' entehrt und alleDie Söhne todt, erniedrigt sein Geschlecht,

Und eures siegreich werdet ihr dann schlafen?

Sehr wohl.

Lorcdano.

Barbarigo.

Ihr irrt, und wcrdct's fühlen, eh' ihrBei euren Vätern schlaft.

Lorcdano.

Sie schlafen nicht,

Und wcrden's nicht, in dem zu frühen Grab,Bis Foscari darin. In jeder NachtUmwallen sic mein Bett ans den PalastDes Herzogs deutend, mich zur Rache mahnend.

Barbarigo.

Phantastisch Träumen! Keine LeidenschaftIst so gcspcnstcrsüchtig, als der Haß;

Sein Gcgenthcil, die Liebe, füllt die LustNicht so mit Geistern an, als jene Wuth.

(Ein Vcrichtsdicner tritt aus.)Lorcdano. .

Wohin, Freund?