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7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
88
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Gewesen," und darauf mit gnäd'gem Lächeln:Oft ward von euch in dieser Nacht gesprochen."So war's; beschlossen wurde dann der TodCarmagnola's, acht Monden, eh' er starb;

Der Doge, der das Urthcil kannte, lächeltMit wildem Hohn, acht lange Monden früherAcht Monden solcher Heuchelei lernt manIn achtzig Jahren nur. Und CarmagnolaStarb; so auch Foscari und seine Brüder

Nie lächelt' ich sie an.

Dein Freund?

Barbarigo.

War Carmagnola

Loredano.

Er war der Schützer unsrer Stadt:Ihr Feind als Jüngling, doch als Mann ihr RetterZuerst, und dann ihr Opfer.

Barbarigo.

Ach das scheint

Der Lohn für alle Staatcnretter! Er,

Den jetzo wir befeinden, rettet' unfern,

Und fügt' auch andre noch zu seiner Herrschaft.

Loredano.

Die Römer, unser Vorbild, lichn die KroneDem, welcher eine Stadt nahm; und auch dem,Der einen Bürger rettete beim Kampf:

Der Lohn ist gleich. Doch rechnen wir die StädteVom Dogen Foscari genommen gegenDie Bürger, die durch ihn vernichtet sind,

Dann stellt sich furchtbar gegen ihn die Rechnung,Und wenn auch auf Privatzwist nur beschränkt,

Wie zwischen ihm und meinem todtcn Vater.