Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
22
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Lorcdano.

Zwei Mal schrie er.

Barbarigo.

Heilige thätcn's,

Selbst wenn sie schon die Märthrkron' erblickten,

Bei so grausamein Kunstgeschick in Qualen,

Wie man an ihm geübt; doch schrie er nichtUm Mitleid; ihm entfloh kein Wort, kein Seufzer,Und jenes Schreien war kein Flehen, sondernVon Qual erpreßt und keine Bitten folgten.

Lorcdano.

Er murmelte zuweilen für sich hin,

Doch unverständlich.

Barbarigo.

Das bemerkt' ich nicht;

Ihr war't ihm naher.

Lorcdano.

Za.

Barbarigo.

Auch glaub' ich fast

Zu meinem Staunen, daß ihr Mitleid hegtet,

Und auch zuerst um Beistand rieft, als erOhnmächtig ward.

Lorcdano.

Die Ohnmacht schien sein letztes

Zu sein.

Barbarigo.

lind nanntet ihr nicht seines VatersUnd seinen Tod als eucrn nächsten Wunsch?

Lorcdano.

Stirbt er unschuldig, nämlich ohne seineSchuld zu gestehn, so wird man ihn beklagen.