Druckschrift 
7 (1854) Die beiden Foscari. Werner
Entstehung
Seite
15
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Marina.

(Gen Himmel blickend.)

O, ich bin's; doch, ewiger Gott!Kannst du in einer solchen Welt noch leben?

Memmo.

Dein Gatte kann noch freigcsprochen werden.

Marina.

Cr ist's, ovr Gott. Ich Litte, Herr Senator,Sprecht nicht davon; ihr seid im Dienst des Staats,Der Doge gleichfalls; in Gefahr ist jetztSein Sohn; und ich Hab' einen Gatten, oderHalt' ihn, sie sind dort drinnen, oder warcn's:

Als Richter und Beklagter Aug' in Auge:

Verdammt er ihn?

Memmo.

Ich denke nicht.

Marina.

Und thut

Er's nicht, so wird man beide sic verdammen.

Sie können's.

Memmo.

Marina.

Macht und Wille sind bei ihnenIn Bosheit eins er ist verloren!

Memmo.

Nein;

Gerechtigkeit ist Richter in Venedig.

Marina.

Dann wär's Venedig nicht. Doch mag cs leben,Wenn nicht die Guten sterben, bis die StundeSie abruft der Natur; doch die derZehn"

Ist schneller, und man muß ihr folgen. Horch!,(Ein schwacher Schrei drinnen.)