Druckschrift 
John Gabriel Borkman : Schausp. in vier Aufzügen ; aus d. Norw.
Entstehung
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Erster Aufzug.

(Frau Borkmans Wohnzimmer: altmodisch reiche, aber verschosseneAusstattung. Eine offene Schiebethür zu einem Gartenzimmer mitFenstern und Glasthttr im Hintergrund. Durch diese blickt man inden Garten, wo das Schneegestöber in der Dämmerung noch sichtbarist. An der rechten Seitenwand Cingangsthür von der Hausflur her.Weiter vorn ein großer, alter, eiserner Ofen, indem geheizt ist.Links, etwas rückwärts, eine einzelne, kleinere Thür. Vorn links einFenster mit schweren Vorhängen. Zwischen dem Fenster und derThür ein Kanapee mit Noßhaarbezug und davor ein Tisch mit einerDecke. Auf dem Tisch eine brennende Lampe mit Schirm. Am Ofenein hochrückiger Lehnstuhl.)

(Frau Gunhild Borkman sitzt auf dem Kanapee bei ihrer Häkel-arbeit. Sie ist eine ältere Dame von kaltem, vornehmem Aussehen.Ihr üppiges Haar ist stark ergraut. Die Hände sind fein und durch-sichtig. Sie trägt ein schweres, dunkles Seidenkleid, das vormalselegant gewesen, jetzt aber etwas abgenutzt und mitgenommen ist.Um die Schultern ein wollener Shawl.)

(Sie sitzt eine Weile aufrecht und regungslos da, ohne an die Häkel-arbeit zu denken. Von außen her ertönt das Schellengeläute einesvorbeifahrenden Schlittens.)

Frau Borkman

(horcht auf; ihre Augen funkeln vor Freude, und sie flüstert un-willkürlich :)

Erhard! Endlich!

(Sie erhebt sich und blickt durch die Vorhänge hinaus. Scheint ent-täuscht und setzt sich wieder aufs Kanapee an ihre Arbeit.)

(Nach einer Weile tritt das Stubenmädchen durch die Eiugangs-thür ein. Sie trägt ein Brettchen, worauf eine Visitenkarte.)

Frau Borkman «schnell).

Der junge Herr ist also doch gekommen?

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