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aber Näher daraus ein, so überzeugt man sich, daß nur einzelneklangreichere Worte das schwache Gehörorgan richtig durchdringen,mag man auch die Stimme mit möglichst gleicher Kraft auf allevertheilen. Die Deutlichkeit der einzelnen Worte ist also in sichverschieden und hängt nicht ganz allein von der Aussprache ab.Kommt aber noch der Umstand hinzu, daß einzelne Worte mitbesonderer Stärke in der Rede durch den Accent Hervorzehobenwerden und folglich einen größeren Theil des vorhandenen Athemsin Anspruch nehmen, dann erfolgt für die anderen Worte Das-jenige, was der vulgäre Ausdruck mit Verschlucken von Wortenund Sylben bezeichnet, und während der Feinhörige auch dieblos angedeuteten Sprachlaute noch vernehmen oder sich leichtergänzen kann, so wird ein schwaches Gehör zwar das lautaccentuirte Wort hören, aber durch den Anruf betäubt, wird esfür die anderen Worte gänzlich den Dienst versagen; es ist daherbei der Unterhaltung mit solchen Leidenden von großer Bedeu-tung, sich dieser Umstände stets zu erinnern, und sie werden dieMühe, die man sich giebt, ihnen gleichmäßig recht verständlichzu bleiben, nicht nur durch einen dankbaren Blick vergelten,sondern unwillkürlich durch den fördernden Einfluß, den sieauf die Präcision und Reinheit unserer eigenen Aussprache inhohem Maße auszuübeu im Stande sind.
Will man aber in der Sprache selbst einen Maßstabfür die Hörkraft eines Menschen gewinnen, so ist die sorg-fältigste Auswahl der Worte nothwendig, wenn man nichtvöllig unsichere und sehr widersprechende Resultate erhaltenwill. Es ist gar nicht dasselbe, ob man das Wort Vater,groß, Maler als Versuchsworte wählt, oder Binde, Wärme, fahl:je kräftigere Vokale, je weniger und geräuschloser tönendeKonsonanten das Wort enthält, desto weniger Verwechselungen
und Mißverständnisse werden auch einem hörschwachen Organe( 666 )