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mitunterlaufen, in desto größerer Entfernung wird man bei gleicherAnspannung der Stimme sich ihm verständlich machen können.
Ueberblicken wir nun die mannigfachen, Schwierigkeiten,die bei jeder Art von Hörprüfung vorhanden, und theils inder Natur des Gehörs, theils in den physikalischen Gesetzendes Schalles und der Sprache selbst so fest begründet sind, daßsie ganz und gar zu beseitigen außer unserer Macht liegt, sowird man gestehen müssen, daß eine oberflächliche Art vonPrüfung mit irgend einer Taschenuhr, einer beliebig lauten An-rede, mit Schießen, Fußstampfen und Thürklappen und wie diegutgemeinten Proben alle sind, daß bei solcher Untersuchungherzlich wenig herauskommen kann, jedenfalls nicht annäherndein Resultat, auf welches sich zu verlassen man irgend eine Be-rechtigung hätte. Es sind eben komplizirte Gesetze, denen gerechtzu werden mau sich bemühen muß, wenn man nicht argeTäuschungen erleben will.
Ich habe mich bemüht, in den engen Rahmen dieses Vor-trages einige von den Beziehungen darzulegen, die zwischen demGehör und der Sprache bestehen, in der Meinung, vielleicht hieund da einem allgemeineren Interesse für diese physikalischenVorgänge zu begegnen, oder dasselbe anzuregen, wo es nochnicht vorhanden war. Aber ich habe noch eine andere Absichtbei der Wahl dieses Themas verfolgt, nämlich die, daß dieserHinweis auf das Verhältniß der Sprache zur Gehörkraft undauf die so verschiedenen Stufen derselben bei meinen Zuhörerneine rege Theilnahme erwecken solle für Diejenigen, die gänzlichdes Gehöres ermangeln und deshalb ausgeschlossen sind aus dembeglückenden Reiche der Töne, und ich bin überzeugt, daß dieser,wenn auch noch so schwache Mahnruf nicht völlig in dem weitenLuftmeer verwehen, sondern, allseitig verstärkt, einen lauten Nach-hall finden wird in den Herzen werkthätiger Männer und Frauen.