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es wirkt dann die jedesmalige Stellung von Lippen, Zunge,Gaumen rc. zusammen nach Art eines Resonators eben dadurch,daß die in der richtig geformten Mundhöhle eiugeschlossene Luftihren nach Höhe und Timbre eigenthümlichen Ton hat, der sichgeltend macht, wenn sie durch ausströmende Luft angeblasen wird;ein jeder Sprachlaut hat somit seinen eigenen Resonator, der ihmallein zugehört und je vollkommener derselbe für jeden Sprach-laut geformt ist, desto reiner ertönt jeder Buchstabe, jede Sylbeund jedes Wort. Jene unglückliche Person konnte aber auch mitdem Munde einige Laute bilden, obwohl die Stimmbänder garnicht dabei mitwirkten, und zwar deutlich x>, b, st v, diejenigenSprachlaute also, bei denen der Lippenschluß vornehmlich thätigist, alle anderen Laute aber brauchen schon komplicirtere Muud-stellungen. Das Lallen und Schreien eines Kindes erfolgt aufden Vokal n, die ersten Sylben, die es stammelt, sind xupn; essind recht eigentlich Naturlaute, die unwillkürlich fast Hervorbrechen,wenn bei irgend einem Affekt der Strom der ausgeathmeten Luftdie Stimmbänder in Bewegung setzt, ohne daß ein bewußter Aktdes Willens dabei thätig zu sein braucht. In allen Sprachen allerVölker ist es bei kleinen Kindern so Mode zuerst xnxn zu sagenund es will mich nur Wunder nehmen, daß die erste leichtesteund so naturgemäße Leistung der Sprachorgane zur Bezeichnungdes Vaters und nicht der Mutter gebraucht wird, die doch, sollteman meinen, an dieses so kleine Wesen den ersten näheren Anspruchnoch hat. Denn die Bildung des Buchstaben m für muma istschon eine komplicirtere und muß erst erlernt werden. Glücklicher-weise geschieht dies bei dem kleinen Weltbürger nicht nach gram-matischen Regeln, sondern durch die langmüthige und geduldigeLehrerin Natur im Wege der Nachahmung. Weniger leicht istes dem taubstummen Kinde beschieden, wenn es den Gebrauchseiner Sprachwerkzeuge erlernen soll.
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