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der Töne, durch Timbre und musikalischen Charakter gegeben ist,so daß die Reichhaltigkeit der Tonempfindungen, die das Ohr zuunterscheiden im Stande ist, nahezu an die Unendlichkeit streift.
Wenn wir aber aus dieser übergroßen Zahl von Klängenzu unseren Hörprüfungen irgend einen herauswählen, so kommtes für diesen Zweck zunächst weder auf seine Höhe oder Tiefe,noch auf Zeitmaß oder Timbre au, sondern einzig und alleinauf seine Stärke, mit welcher er klingt und unser Gehörorganerreicht, und wir werden uns deshalb klar machen müssen, wovondieselbe abhängt, was eigentlich die Stärke eines Tones ist.
Bekanntlich entsteht in der Luft der Zustand, den das Ohrals Schall empfindet, jedesmal daun, wenn irgend ein dazugeeigneter Gegenstand in schnelle oder vibrirende Bewegung ge-setzt wird: ein explodirendes Geschoß, die geschwungene Peitschen-schnur, die angeschlagene Glocke, die mit dem Bogen sanft ge-zerrte Saite, sie alle pflanzen ihre eigene Bewegung aus die Luftfort und veranlassen für das Ohr den Effekt des Hörens. Dieallereinfachste Art solchen Vorganges findet bei dem Knall statt,und man könnte dergleichen als Hörprüfer verwenden. Ich er-innere an die kleinen Knallbüchsen', mit denen unsere Kinderso vielfach spielen. Ein einfaches Rohr, welches beiderseits durchpassende Korke geschlossen ist. Wird nun der eine von ihnengegen den anderen vorgeschoben, so wird die Luft, die zwischenbeiden enthalten ist, zusammengedrückt, sie wird in ihrer Formverändert. Die Luft aber ist noch elastischer als Gummi elasticum,d. h. sie hat das unausgesetzte Bestreben ihre ursprüngliche Formwieder anzunehmeu, und drängt deshalb, wenn sie zusammenge-Preßt wird, allseitig gegen ihr Gefängniß an, bis der vordereKork, der vermöge der Reibung gegen die innere Wand desRohrs festsitzt, nicht mehr Widerstand leistet, sondern hinaus-fliegt. Je größer diese Reibung, d. h. je fester der vordere Kork
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