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Mannigfaltigkeit bekanntlich eine sehr große, und es wird dieungemeine Reichhaltigkeit musikalischer Klänge, die die Kunstzu schaffen vermag, noch übertroffen von den zahllosen Nuancender Geräusche, die überall unser Ohr treffen. Es bemüht sichzwar die Sprache, alle diese wilden Existenzen mit entsprechen-den Namen zu bezeichnen, aber trotz ihres Reichthums ist siedoch nicht im Stande ganz dem Bedürfniß zu genügen.
In der Musik sind sieben Oktaven gebräuchlich, und inner-halb dieser dem Ohre angenehmen Skala ist es nicht nur imStande, die halben Töne mit Sicherheit zu unterscheiden, son-dern noch bei weitem geringere Unterschiede und kleinere Inter-valle, so daß die Zahl dieser musikalischen Töne eine sehr be-trächtliche ist. Aber noch bei weitem größer ist die Zahl derüberhaupt vernehmbaren Töne, die mittels einer Sirene etwadarstellbar sind, und die Untersuchungen ausgezeichneter Physikerhat gezeigt, daß das menschliche Ohr 11 Octaven zu unter-scheiden vermag, also eine Reihe von Tönen, die in der Tiefedurch 16 Schwingungen in der Sekunde hervorgebracht werden,bis hinauf zu so hohen, daß dieselben 38,000 in derselben Zeiterfordern, also eine viel bedeutendere Zahl als in der MusikVerwendung finden. Nun aber werden die Geräusche ausirgend welchem Zusammenklingen von Tönen aus dieser ganzenMenge hervorgebracht, ohne alles Zeitmaß und Gesetz. DieSprachen gebieten aber über etwa 70 verschiedene Buchstaben, undunsere Kultursprachen bekanntlich nur über ca. 25 verschiedeneLaute, und wenn nun auch die Combinationen dieser 25 Sprach-elemente immerhin eine beträchtliche Anzahl von Worten dar-stellt, so ist es doch natürlich, daß die regellosen Combinationenaller vernehmbarer Töne eine bei weitem größere Zahl ergebenmuß, als man durch jene 25 Laute darzustellen vermag.
Hiezu kommt noch die Verschiedenheit, die durch die Qualität
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