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wird. Mau wird deshalb die Individualität wohl berücksichtigenund seine Untersuchungsmittel der Art handhaben, daß weder durchRathen und Vermuthen, noch durch Verwundern und Erstaunendie Leistungen des Organs selbst unkenntlich werden; auch alleanderen Seelenreguugen der Patienten, wie Erwartung, HoffnungSchreck, Trauer und Verzagtheit muffen in paffender Weiseniedergehalten werden, weil sie alle geeignet sind, die Aufmerk-samkeit und Erkenntniß der Sinneseindrücke zu schwächen. Undob dies immer in hinreichend gleichem Maße gelungen ist, bleibtdoch noch immer eine zweifelhafte Frage.
Wir sehen, daß von Seiten des menschlichen Organismusuns Schwierigkeiten eutgegentreten, die eine absolute Sicherheitder Hörmessuug geradezu ausschließen, und daß wir je nach derIndividualität des Patienten auch bei der größten Sorgfaltund Umsicht nur relativ sichere Resultate erzielen können. Be-trachten wir aber andererseits die Gesetze, welche in dem Reicheder Töne herrschen, so finden sich auch hier mannigfache Eigen-thümlichkeiten, die eine vollkommene Sicherheit der Gehörprü-fung mindestens sehr erschweren; (wenn nicht ebenfalls ganzund gar in Frage stellen.)
Alles, was wir durch das Gehör wahrnehmen, bezeichnenwir im Allgemeinen mit dem Worte Schall und unterscheidenzunächst das musikalische, was sich durch Gesetzmäßigkeit,Periodicität und eine gewisse Stetigkeit kennzeichnet von dem un-regelmäßigen, verworrenen Geräusche und Getöse, welches gesetz-los aus einer Menge von Einzeltönen zusammengesetzt, wederan Zahl noch Zeit gebunden ist. Beide aber unterscheiden sichvon dem Knall, der durch seine schnell vorübergehende Gewaltausgezeichnet ist. Jedwede Art von Hörempfindung läßt ifichaus einen Vorgang zurückführen, der in eine von diesen dreiKategorien , ein gereiht ist.; Aber innerhalb derselben ist die
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