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überzeugt, daß man erst die Seele beruhigen und dem Gehör-organe eine Pause gönnen muß, um wieder mit Sicherheit denSinneseindruck zu erfassen. Wer vermag hier mit Sicherheitdie Grenze zu ziehen zwischen der sinnlichen Wahrnehmung desOhres und dem seelischen Processe der Deutung. Zum Theildoch bleibt dies der Willkür überlassen, und es scheint mirwenig zur Lösung dieses Problemes beizutragen, wenn mau denSatz betont, daß die Sinnesorgane überhaupt sich nicht täuschenkönnen, sondern stets treu die Naturvorgänge abspiegeln. DieErörterung dieser difficilen Frage würde uns aber auf ein Ge-biet führen, aus welchem die Philosophie unsere Führerin seinmüßte, nicht mehr die nüchterne Naturforschung, der wir folgen.
Diese zeigt uns die einzelnen Theile des Organes, die ge-wundenen Linien der Ohrmuschel, in ihrer Mitte die Oeffnungdes Gehörganges und diesen nach innen zu verschlossen durchdas zarte Trommelfell. In dieses ist der Hammerstiel eingewebtan welchen die Reihe der Gehörknöchelchen, der Amboß und derzarteste Knochen des ganzen menschlichen Skeletes, der Steig-bügel sich anschließt, der von seiner Form diesen vollkommenzutreffenden Namen trägt. Mit seinem Fußbrettchen drückt eraus eine Flüssigkeit, welche die kleinen Höhlungen des äußerstfesten Felsenbeines erfüllt. Und durchmustern wir den Inhaltderselben mit Hülfe eines guten Mikroskopes, so begegnen wirdenjenigen Organen, welche man für jetzt als die letzten Endi-gungen des Ohres ansieht: da finden sich die kleinen Gehör-steinchen, welche bei den Krebsen aber zu jenen bekanntenlinsenförmigen Krebssteinen zusammengeschmolzen sind, fernerdie zarten Gehörhärchen, die erst unlängs entdeckt worden sind,und endlich jene Reihe der Cortischen Organe, welche eine flüch-tige Aehnlichkeit mit unseren Klavierhämmerchen haben. Allediese Theile stehen in engster Verbindung mit den Endigungen
(SSS)