37
Talkerde und kieselsaurem Eisen (ÄZ -s- lls) ^ 8i und krystallisirtim rhombischen System als grade rechtwinklige Säule. Die Fran-zosen haben ein Sprüchwort, was für den Chrysolith, den sie Pe-ridot nennen, nicht grade schmeichelhaft ist: Wer 2 Peridote hat,hat deren einen zu viel. Es ist dieses bon mot nur gerecht-fertigt, wenn man den Chrysolith mit Steinen ersten Rangesvergleicht, denn unter den Edelsteinen zweiten Ranges ist er seinerfreundlichen grünen Farbe, seiner Durchsichtigkeit und seinesGlanzes wegen immer ein sehr schöner Schmuckstein, von demdas Karat mit etwa 8—9 Mark bezahlt wird. Ist seine Härte6,5—7 auch keine große, so leiden au diesem Mangel anderehochbezahlte Steine zweiten Ranges noch mehr, und seine Poli-tur stellt sich, wenn sie durch den Gebrauch gelitten hat, leichtwieder her, wenn man ihn mit Baumöl einreibt. Sein Gewichtist 3,3—3,5. Am schönsten findet er sich in Pegu, Brasilien,Ceylon und Oberägypten. Durch Schwefelsäure wird er ange-griffen.
st. Der Türkis besteht aus wasserhaltiger phosphorsaurerThonerde (stl? k 8) hat Härte 6 und ein specifisches Ge-wicht-^2,6—3. Er kommt nicht krystallisirt vor, hat nur einenschwachen Glanz, und ist undurchsichtig. Was ihm aber dennochals Schmuckstein einen hohen Werth verleiht, ist seine schönehimmelblaue Farbe, die in dieser Weise kein anderer Edelsteinzeigt, und da er nicht häufig ist, so werden Türkise von Erbsen-größe mit 15—20 Mark bezahlt. Kleinere sind viel billiger,während der Preis bei Größeren sehr bedeutend steigt. Aber nurdie schönen himmelblauen Exemplare haben diesen Werth, die vielhäufigeren ins Grüne ziehenden Türkise sind fast werthlos. Dieschönsten kommen aus Persien.
Im Mittelalter schrieb man ihm u. a. die Kraft zu, vorgefährlichem Sturze zu schützen, zankende Eheleute zu versöhnen
(SOI)