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b) Edler Beryll. Mit diesem Namen bezeichnet mandiejenigen durchsichtigen Berylle, die eine andere Farbe haben alssmaragdgrün. Es kommen nun zwar auch beim Beryll aus-nahmsweise alle Farben vor, doch ist in der großen Mehrzahlder Exemplare eine bestimmte Farbenfolge von wafserhell durchmeergrün nach blau, und andrerseits nach gelb für diesen Steindie Regel. Im Handel werden die blauen und bläulich grünenAquamarine, die gelblichen im engern Sinne Berylle ge-nannt. Da dieser Stein nickt in der Mode und nicht selten ist,so wird er auch nicht hoch bezahlt, etwa mit 2—3 Mark dasKarat.
Die Alten schrieben dem Beryll eine den Augen heilsameKraft zu, und benutzten ihn zu Augengläsern. Daher stammtdie bei uns allgemein gebräuchliche Bezeichnung Brille für diegewöhnlichste Form unserer Augengläser.
7. Der Hyacinth (edler Zirkon.)
Die Mineralspecies, welcher dieser Edelstein angehört, heißtZirkon, und nur die durchsichtigen Exemplare werden Hyacintheoder edle Zirkone genannt. Der Name Zirkon ist eine Ver-stümmelung des französischen Wortes jrrrgon (falscher Edelstein,italienisch Ziai^ons-eirLons) weil er durch Glühen farblos ge-macht und dann leicht für Diamant untergeschoben werden kann.Er besteht aus kieselsaurer Zirkonerde (^r 81), welche Klapprothi. I. 1798 darin entdeckte. Seine Härte ist 7,5.
Er krystallisirt im tetragonalen System, gewöhnlich als qua-dratische Säule mit 4seitiger Pyramide an beiden Enden zuge-spitzt, und hat ein hohes specifisches Gewicht von 4,4—4,7. —Seine gewöhnliche Farbe ist die des Madeiraweins, eine Farbe,die nach ihm Hyaciuthroth genannt wird. Eine besondere Eigen-thümlichkeit dieses Edelsteins besteht darin, daß er durchs Lichtgesehen, besonders unter dem Mikroscop eine eigenthümlich wel-
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