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Die Edelsteine
Entstehung
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wechselt werden mit einer Technik, die schon im Alterthumegeübt wurde, und die in der neueren Zeit außerordentlich ver-vollkommnet, darin besteht, aus chemisch ganz andern StoffenNachahmungen der Edelsteine zu erzeugen, die nur ihre Farbe,ihre Durchsichtigkeit und ihren Glanz haben, ohne aber ihreandern physikalischen und ihre chemischen Eigenschaften zu besitzen,und die daher mit Recht falsche Edelsteine genannt werden.

Schon Plinius erzählt, daß man es zu seiner Zeit verstand,durch Glasflüsse die Edelsteine nachzuahmen, doch scheint man esdamals vorzugsweise darauf abgesehn zu haben, Onyxe, (ausverschieden gefärbten Schichten bestehende Achate) nachzuahmen,und Cameen daraus zu machen. Dagegen wurde die Kunst, kost-bare Edelsteine, wie Diamant, Rubin, Smaragd n. s. w. durchGlasflüsse nachzuahmen, in neuerer Zeit so weit vervollkommnet,daß der geübteste Juwelier, besonders bei künstlicher Beleuchtungnicht im Stande ist, den echten von dem falschen Edelsteine zuunterscheiden, wenn er nicht eine genauere Untersuchung vornimmt,bei der die Prüfung der Härte allerdings sofort die Täuschungverräth, indem die zu solchen falschen Steinen benutzte Glas-flüsse nur die Härte 5 haben. Ein anderes, sehr einfachesMittel giebt es, durch welches man leicht und schnell und ziemlichsicher solche falschen Steine von echten unterscheiden kann.Das Wärmeleitungsvermögeu der echten Steine ist nämlich größer,als das der falschen, die echten fühlen sich daher „kälter" an,als die Glasflüsse, ein Unterschied, den man deutlich fühlt, wennman von beiden Arten, die eine Zeit lang in kalter Temperaturlagen, erst den einen und dann den andern gegen eine besondereempfindliche Hautstelle, etwa an die Wange, Lippe oder Zungeaudrückt.

Die verschiedenen Vorschriften zu solchen Glasflüssen, dienach ihrem Erfinder Straß heißen, kommen alle darin überein,