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Die Edelsteine
Entstehung
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daß sie einen sehr hohen Prozeuttheil Blei enthalten. Die ge-wöhnlichste Zusammensetzung ist folgende: 32 pCt. Bergkrystall(reinste Kieselerde), bis 50 pCt. Bleisuperoxyd (Mennige), 17 pCt.Kali, 1 pCt. Borax und ^ pCt. Arsenik. — Noch weiter hat derChemiker Lamy diesen Glasfluß dadurch vervollkommnet, daß erstatt des Kalis das 1861 entdeckte Thallium anwendet, und da-durch den aus dieser Mischung gefertigten falschen Steinen einwahrhaft prachtvolles Farbenspiel verschafft, indem durch diesenZusatz die Lichtbrechung und die Lichtzerstreuung in hohem Gradegesteigert wird.

Uebrigens ist der nach obiger Vorschrift bereitete Straßwasserhell und farblos; will man farbige Edelsteine damit nach-ahmev, so wird er von neuem geschmolzen, und es werden danndiejenigen Metalloxyde zugesetzt, die ihm die beabsichtigte Farbe geben.

Man hat die Reihe der Edelsteine in verschiedene Klassengetheilt, deren Zahl bei den verschiedenen Autoren bedeutendvariirt, deren Haupteintheilungsprincip aber immer die Härteund der Preis der Steine bildet. Man sieht hieraus sogleich,daß damit der Willkür ein großer Spielraum bleibt, und wirwollen daher, um möglichst einfach zu sein, sie, abgesehen vonden Halbedelsteinen, nur in zwei Klassen theilen, in Edelsteineersten Ranges und Edelsteine zweiten Ranges.

I. Edelsteine ersten Ranges.

1. Der Diamant. Bei dem großen naturwissenschaftlichenund culturgeschichtlichen Interesse, welches dieser Edelstein hat,verweisen wir hier auf Heft 241 dieser Sammlung, welches ihnausschließlich behandelt.

2. Der Korund. Mit diesem indischen Namen be-zeichnen wir nach dem Vorgänge des Grafen Bournon (kbilo-sopbionl transaotions) seit 1802 alle Edelsteine, die aus kry-

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