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bung, oder Ober- und Unterseite sind beide flach ge-wölbt, also ohne Facetten (Fig. 6). — Diese Form istbesonders vortheilhaft für undurchsichtige oder halbdurch-sichtige Steine, vorzüglich, wenn sie sich durch besondereFarben oder Lichtspiele auszeichnen, wie der edle Opal,der Türkis, das Katzenauge u. s. w.
Steine, deren Ober- und Unterseite von der Fassung freisind, bei denen also nur der Rand in der Fassung steckt, nenntman am Rande (ü sour) gefaßt, wird der Rand und die Unter-seite durch die Fassung verdeckt, so nennt man sie im Kastengefaßt.
Die erste Form der Fassung ist für schöne und tadelloseEdelsteine die beste, weil sie gestattet, den Stein von allen Seitenzu betrachten, die Fassung im Kasten wird dann mit Vortheilangewendet, wenn der Stein Fehler hat, die die Kunst verdeckensoll, und diese Kunst nennt der Juwelier „das Aufbringen" derSteine.
Dahin gehört das Verdecken etwaiger Flecken im Steinedurch entsprechende Färbung des Kastenbodens, oder die Erhöhungseines Glanzes und seiner Farbe durch Unterlegen einer Folie(gefärbtes oder ungefärbtes Metallblech).
Im Orient versteht man es sogar sehr gut, die in derFassung steckende Unterseite des Edelsteines selbst so geschickt zufärben, daß derselbe selbst dem Auge geübter Kenner einen oftbedeutend höheren Werth vortäuscht.
Man sollte daher werthvolle Edelsteine niemals kaufen, ohnesie vorher außerhalb der Fassung geprüft zu haben.
Steine, die zu dunkel sind, um einen guten Effect zu machen,z. B. die großen dnnkelrothen Tyroler Granaten, werden aus-geschlegelt, d. h. an ihrer Unterseite flach ausgehöhlt.
Eine nicht selten vorkommende Art der Verfälschungder Edelsteine sind die sogenannten Doubletten. Sie bestehen
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