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darin, daß eine nur flache Tafel des echten Steines mit Mastixauf einen gleichgefärbten Glasfluß gekittet, und dann gefaßt wird.Prüft man nun die Härte des Steines, so findet man ihn echt,während die Unterseite nur Glas ist. Legt man eine solche Dou-blette frei von der Fassung in warmes Wasser, so erweicht derKitt und die beiden Hälften trennen sich. Doch hat man esneuerdings gelernt, die beiden Theile durch Aneinanderschmelzenso fest mit einander zu verbinden, daß sie sich im heißen Wassernicht trennen. — Um nun dem Edelstein die vorhin besprochenenregelmäßigen vielflächigen Formen zu geben, werden sie auf hori-zontalen Metallscheiben geschliffen, auf deren etwas rauh ge-machter Fläche das Schleifmittel als feiues Pulver aufgebrachtwird, und die durch eine mechanische Vorrichtung in sehr schnelleRotation gebracht werden. Sowohl das Schleifen als auch dasPoliren ist eigentlich nichts anderes, als ein unzählige Mal wieder-holtes Ritzen der Oberfläche des Steines. Hieraus folgt, daßman um einen Körper zu schleifen, am besten ein Schleifpulveranwendct, was härter ist als der zu schleifende Körper DiePraxis hat ergeben, daß man freilich andrerseis auch gut thut,das Schleifmittel nicht viel härter zu wählen als den zu schlei-fenden Stein, denn wenn der größere Härte-Unterschied auch dieArbeit des Schleisens bedeutend abkürzt, so werden doch durchein allzuhartes Schleifmittel so tiefe Risse der Oberfläche bei-gebracht, daß die Schönheit des Steines dadurch leidet. Hatder Stein die beabsichtigte Form durch ein etwas härteres Schleif-pulver erhalten, so muß er dann noch polirt werden, und diesgeschieht wieder auf einer horizontalen stark rotirenden Scheibemit einem Pulver, das am besten die gleiche Härte hat, als der Stein.
Wir haben nun zwar vorhin gesehen, daß ein Körper nurvon einem Härteren geritzt wird, und dies ist auch richtig, wennman den Versuch wie bei der Härtescala mit mäßiger Kraft undmit einer geringen Geschwindigkeit macht.
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