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Die Edelsteine
Entstehung
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Spinell, Granat, auch Glas) in der Färbung keinen Unterschiedzeigen, die aber verschieden gefärbt erscheinen, wenn der untersuchteStein die Eigenschaft des Pleochroismus hat. (Alle übrigendurchsichtigen Edelsteine.)

Die Form, in der die Edelsteine in der Natur Vorkommen,ist nur in den seltensten Fällen eine solche, die sie zu Schmuck-steinen geschickt macht. Gewöhnlich zeigen sie sogar ein rechtunansehnliches Aeußeres, und es gehört oft ein sehr geübtes Augedazu, um in dem rohen Stein das Juwel zu erkennen. —

Um Edelsteine zu Schmucksachen zu machen, muß ihnen dieKunst die für diesen Zweck vortheilhafteste Form geben, unddiese Form muß sich in jedem einzelnen Fall der Eigenthümlich-keit des Steines anpassen, je nachdem er durchsichtig oder un-durchsichtig, lebhaft oder schwach gefärbt ist u. s. w. Wir wollenhier nur einige der wichtigsten Formen erwähnen, welche dieSteinschleiferei vorzugsweise auwendet. An den meisten Formen,die die Edelsteine durch Bearbeitung erhalten, kann man folgendeTheile unterscheiden:

1. Den Obertheil (Krone, Pavillon) denjenigen Theil, derüber die Fassung hervorragt.

2. DenUntertheil (Eülasse), den Theil, der unter der Fassungliegt.

3. Die Rundiste (Rand), die in der Fassung steckendeKante des Steines.

Die Hauptschnittformen sind:

1. Der Brillantschnitt: (Fig. 2.) Ein oben stark, untenschwach abgestumpfter Acht-Flächner, an dem sowohl Ober-theil als Untertheil mit mehreren Reihen von Facettenversehen sind.

2. Die Rosette, Rose oder Raute: (Fig. 3.) EineHalbkugel, deren Fläche in der kastenförmigen Fassungsteckt, und deren Wölbung zwei Reihen von Facetten hat.

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