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Die Edelsteine
Entstehung
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Diejenigen durchsichtigen Steine, deren Krystalle dem Tesseral-system angehören, d. h. die drei gleichlange und aufeinanderrechtwinklig stehende Axen haben (Würfel, Acht-Flächner u. s. w.)zeigen diese Eigenschaft nicht, alle andern aber zeigen sie mehroder weniger, indem sie in zwei verschiedenen Richtungen zweiverschiedene Farben zeigen (Dichroismus), oder gar in drei ver-schiedenen Richtungen drei verschiedene Farben (Trichoismus).Bei einigen Edelsteinen ist diese Eigenschaft so auffallend, daßman sie ohne weiteres deutlich sieht, so an dem Dichroid, derdarnach seinen Namen hat. Bei den meisten andern aber mußman sich, um sie wahrzunehmen, eines optischen Instrumentesbedienen, und dieses Instrument, das jeder Juwelier haben sollte,ist die dichroskopijche Lupe (Fig. 1). Sie besteht wesentlich

aus einem sogenannten Doppelspath, der die Eigenschaft hat,jeden durchfallenden Lichtstrahl so stark doppelt zu brechen, daßman durch ihn jeden Körper doppelt sieht (^). Vor und hinterdiesem Doppelspath sind Glasprismen angekittet, um die Ab-lenkung der Lichtstrahlen zu verhindern (b> b). Das Ganze wirdin einen Messing-Cylinder gefaßt, der an dem einen Ende einegewöhnliche Lupe und eine Oeffnung hat, durch welche das be-obachtende Auge sieht; auch an der entgegengesetzten Seite isteine kleine Oeffnung in der Fassung angebracht, vor die der zuuntersuchende Stein gehalten wird. Nun erscheinen dem Be-obachter von diesem stets zwei Bilder dicht neben einander, die,wenn der Stein im tesseralen System crystallisirt, (Diamant,

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