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Jetzt schließt mir Lieb' ihr ganzes Wesen auf,
Sie, die mich flehn und seufzen ließ; ich batDie schönste Frau der Welt um ihren Rath.
Sie mahnte mich, zu lieben hoch hinaufDie Edelste und ihr mich hinzugeben,
Dies werde mir gelohnt und nicht vergällt,
Und da sie ist die erste Frau der Welt,
So weih' ich ihr mein Hoffen und mein Streben.
Er liebe, so fährt er fort, die Dame souder Gleichen auf ihreneigenen Rath, mehr als Pyramus die Thisbe geliebt, und wäreer selbst Englands reicher König, um ihre Liebe würde er dasReich gern missen. Sie gebe ihm, singt er anderswo, vollenErsatz für alle früheren trüben Erfahrungen, sie, die vor allenSchönen glänze, reich an Reiz und Aumuth; „auf meine Liederfallen goldene Strahlen von Eurer Huld und Lieblichkeit, undim Preise Eurer leuchtenden Schönheit darf ich für meine Versevielleicht auch Unsterblichkeit erhoffen."
Doch solcher Liebe Lust folgte bald der Liebe Leid. KleineMißverständnisse, von Uebelwollenden ausgebeutet, führten zueiner ersten Trennung: Beatrice ging nach Tortona, Rambautwandte sich nach Alessandria- Es mochte um 1198 sein, dawußte Alberto Malaspina seine Schwägerin zu veranlassen, demGeliebten zu entsagen. Die tief schmerzlichen Empfindungen desDichters steigerten sich zur bittersten Erregung, als ihn nun auchder Hohn desjenigen verfolgte, den er als den Störenfried inseinem Glücke ansehen mußte. Eine Anzahl von Spottgedichtenliegt vor uns, mit denen Rambaut seinen Gefühlen gegen denihm so verhaßten Markgrafen zu Pavia beißenden Ausdruckgiebt. Hin und wieder glaubt man sogar Anspielungen aufeine Nebenbuhlerschaft Malaspina's zu finden, den der Dichterder Feigheit in offenem Felde zu'zeihen sich erlaubt.^)
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