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auch nach Gegenliebe verlangte sein Herz, und um sich endlichzu vergewissern, ob seine Neigung Erwiderung finde, wandte ersich an die gefeierte Herrin: „Nun, Fürstin, gebt mir einenguten Rath; ich liebe eine Dame, deren Tugend ihrer Schönheitgleichkommt; ich bin täglich um sie und wage doch nicht, ihrmein Herz zu enthüllen und um ihre Liebe zu werben; so sehrbangt mir vor ihrem Zorn. Was soll ich uunthun? Ihr meineSehnsucht gestehen oder schweigen und sterben?" Beatrice warklug genug, um zu erkennen, daß diese Frage ihrem eigenenHerzen galt, und sie entgegnete darauf: „Ein zartfühlender Lie-bender muß eine hochgeborne Dame ehren; doch bevor er stürbe,rieche ich ihm, ihr sein Herz zu öffnen und sie zu bitten, ihnals ihren Diener und Freund anzusehen. Ist die Dame dannebenso höfisch (oourtsoiss) wie klug, so kann sie in solchem Ge-ständniß nur finden, was sie ehrt. Darum bietet Euer Herzder Dame an, die Ihr liebt, und welche Dame in aller Weltmüßte sich nicht geschmeichelt fühlen, einen Ritter von EurenVerdiensten den ihrigen zu nennen! Hat doch meiner Schwe-ster, Markgräfin Adelasie von Saluzzo, selbst Paire Vidal seineLiebe gestanden, Arnaut von Marueil der Gräfin von Burlais,Gaucelm Faidit der Dame von Ventadour und Folquet vonRomans der Vicomtesse von Marseille? Bittet darum EureDame keck um Gegenliebe, ich bürge Euch dafür, daß Ihr obmeines Rathes Euch nur Glück wünschen könnt!" „Nun wohlandenn!" rief Rambaut, „Ihr selbst seid's, die ich liebe." „Undich heiße Euch willkommen; bestrebt Euch nur, es allen andernin Lied und an Werth zuvorznthun." So ward das Bündnißzwischen der schönen Markgräfin und dem fahrenden Ritter ausder Provence geschlossen; jubelnd stimmt der Sänger die präch-tige Canzone an:
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