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der Tiefe verwalten. Den deutschen Namen dieses ersten Eigen-thümers hat das Nibelungenlied bewahrt: er hieß Nibelung,Nebelsohn. Nebelheim und Nebelhölle waren die Namenunterirdischer Welten. Daß er ein Zwergkönig war, ist in deut-schen Sagen unvergessen; das Nibelungenlied sagt dies zwar nichtausdrücklich, giebt ihm aber den Zwerg Alberich zum Unterthan,den schon seine Name als Elbenkönig verräth. Nach deutscherVorstellung ist sein Reich im fernen düstern Nordland. Vonihm und seinem Geschlecht hieß das Gold der Nibelungen Hort;später aber, als über die Urgeschichte des Hortes selbst sich dieNebel seiner Heimath breiteten und man ihn vorzugsweise mitden Burgunden zusammeudachte, wurde der Name Nibelungendurch Mißverständniß von jenen ersten Besitzern auf diese letztenübertragen. Daher heißen in der Edda wie im zweiten Theildes Nibelungenlieds die Burgunden Nibelungen.
Das kostbarste Kleinod des Schatzes ist Audvaris Ring.Er ist eigentlich der Inbegriff des ganzen Hortes, da er durchZaubermacht jeden Verlust wieder ersetzt. In ihm ruht die Erd-kraft, welche in der nächtigen Tiefe die Goldadern wachsen macht.
Ueber dieses sein liebstes Kleinod spricht der beraubte Zwergden furchtbaren Fluch aus, daß es allen künftigen Besitzern zumVerderben werden solle. So bildet der fluchbeladene Hortden Mittelpunkt der alten Sage. Noch im Nibelungenlied sahenwir ihn da und dort, wenn auch trüb und fremdartig, auf-leuchten; in der alten Sage aber verlieren wir ihn nie aus denAugen. Mord und Gewaltthat bringen ihn ans Tageslicht;durch Mord und Gewaltthat erbt er sich fort; ein Wetteifer vonGreueln umwirbt ihn. Des Hortes halb morden Söhne denVater, stiftet Bruder dem Bruder Mord; des Hortes halb ver-führt höllische Zauberkunst den Treuen zum Treubruch, die reinsteSeele zum schnödesten Trug; des Hortes halb mordet Freund
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