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Die Nibelungensage
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sich eben als einen Theil des großen deutschen Landes, wo AMwie ein kleiner nordischer Stammkönig herrschte. Sigurd er-schlägt den Lindwurm auf der Gnitaheide. Diese ist nach demReisebuch eines isländischen Abtes aus dem 12. Jahrhundert zwi-schen Paderborn und Mainz zu suchen. Im Frankenland ist der Berg,auf dem Brynhild in den Flammen schläft; wahrscheinlich ist derkleine Feldberg im Taunus gemeint mit dem Quarzfelseu, der nacheiner Urkunde des 11. Jahrhunderts Bruuhilds Bette hieß, nochheute Brunhildstein genannt. Doch kennt man auch iu der Gegendvon Dürkheim in der Pfalz unweit dem Drachenfelsen einen Brun-hildsstuhl und ein Brunhildsbette. Am Rhein herrschen die Wir-kungen; im Rheine baden die Königinnen; der Rhein rollt aufseinem Grunde die Goldringe des Hortes. Auch die Namen be-weisen deutschen Ursprung. So war vor Allem der Name Sieg-fried bei den Skandinaven nicht üblich; sie hörten ihn offen-bar zuerst aus niederdeutschem Munde in der Form Sigeferdund machten daraus Sigurd, das eigentlich dem deutschen Sieg-wart entspricht. Sigurd führt den bezeichnenden Beinamen: derSüdliche, d. h. der Deutsche.

Wann die Sage in den Norden verpflanzt wurde, läßt sichnicht entscheiden. Jahrhunderte lang standen die Nordmänuermit Deutschland iu regem Verkehr; Wikinge faßten Fuß andeutschen Küsten; deutsche Kaufleute beherrschten den Markt vonBergen, und es war Brauch am nordischen Heerd, daß der Gasteine Sage erzählen mußte. So verbreitete sich die Kunde vonSiegfried und den Nibelungen über alle nordischen Lande bishinüber nach Grönland, wo zwei der uns erhaltenen Eddaliedervon isländischen Kolonisten gedichtet wurden. In Schweden fandensich zwar bis jetzt keine schriftlichen Denkmäler, aber bildliche Dar-stellungen aus Sigurds Leben auf Runensteinen am südlichenMälarufer. So populär waren die Gestalten der deutschen Sage

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