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Die Nibelungensage
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ein Wolfshaar geschlungen hatte. Aber die trotzigen Männerließen sich nicht schrecken. Doch bevor sie aufbrachen, verbargensie den Hort im Rhein. Im Hunnenland wurden sie sofort mitoffener Feindschaft empfangen; Wolf und Adler freuten sich diesesFestes. Umsonst versuchte Gudrun, Frieden zu stiften; da legtesie selbst eine Rüstung an und trat mit bloßem Schwert anihrer Brüder Seite. So schritt sie vorwärts im tobenden Kampfwie der kühnste Mann und erschlug zwei Brüder Atlis. Dochdie Gäste wurden von der Uebermacht der Hunnen erdrückt.Als die letzten Lebenden fielen Guunar und Högni in Atlis Ge-walt. Der ließ Guunar fragen, ob er sich mit Sigurds Hortloskaufen wollte. Gunnar erwiderte, er müsse erst Högnis Herzin der Hand halten; doch als man es ihm brachte, sprach er:Nun weiß Niemand vom Hort als ich und die Götter; der ge-waltige Rhein soll ihn behalten! Aus diese Rede hin ließ ihnAtli in den Wurmgarten werfen, wo er vom Biß der Gift-schlangen starb. Gudrun verbarg ihren Grimm über der BrüderTod hinter gelassenen Mienen und stellte sich versöhnlich gegenAtli. Aber Nachts ermordete sie ihn im Schlaf, legte Feuer andas Haus und verbrannte es mit Allen, die darin waren. Sorächte die Schwester der Brüder Fall.

Das ist, den Hauptzügeu nach, die Siegfriedsage in ihrernordischen Gestalt. Wieviel sie auch von der Eigenart ihrerneuen Heimath angenommen haben mag, sie hat ihren deutschenUrsprung nicht vergessen. So stark sonst der Trieb wan-dernder Sagen! ist, sich überall, wohin sie kommen, an be-stimmte Orte zu heften, um als autochthon zu erscheinen, hierist nicht einmal der Versuch einer neuen Lokalisierung gemacht.Der Schauplatz ist ganz derselbe wie im Nibelungenlied: amRhein und im Hunnenland. Von dem letztem hatten freilichdie isländischen Sänger keine rechte Vorstellung; sie dachten es

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