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freundlich ausgenommen und lebte an seinem Hof in hohen Ehren.Die alte Königin Grimhild aber war schlimmen Sinns und zauber-kundig. Um den Helden und seinen Hort für ihr Haus zu ge-winnen, braute sie einen Vergefsenheitstrank und reichte ihn Si-gurd beim Gastmahl. Während er trank, sprach sie mit Zauber-worten: Dein Vater sei König Giuki, ich deine Mutter, deineBrüder Gunuar und Högni, und eures Gleichen wird nicht sein ausErden. — Von Stund an war die Liebe zu Brynhild ausgelöschtaus Sigurds Gedächtniß. Man bot ihm die schöne junge Gud-run zur Gattin an; er vermählte sich mit ihr und schwur Gun-nar und Högni Waffenbrüderschaft. Da Gunnar sich gleichfallsvermählen wollte, redete ihm die alte Königin zu, mit SigurdsHilfe um die schöne Brynhild zu werben.
Die harrte noch immer des Geliebten in ihrer flammenum-loderten Burg und hatte sich auf das Drängen ihrer VerwandtenDem zur Gattin verheißen, der durch das Feuer zu ihr ritte, dasie wohl wußte, daß dies keiner als Sigurd vollbringen werde.Die Helden kamen vor die Burg, und Gunnar spornte seinenHengst gegen die Flammen; aber der scheute und wich zurück.Da lieh ihm Sigurd seinen Hengst Gram, den Grauen, der vonOdins Roß abstammte und ihn schon einmal durch die Lohe ge-tragen hatte; aber das Roß wollte Niemand gehorchen als seinemHerrn. Nun brauchten Gunnar und Sigurd einen Zauber, densie die alte Königin gelehrt hatte, und vertauschten gegenseitig dieGestalt. So ritt dann Sigurd selbst gegen das Feuer: die Erdebebte, die Flammen rasten und sausten und schlugen wider denHimmel: aber der Held ritt hindurch, und die Gluth erlosch vorihm. Erschrocken sah Brynhild den fremden Mann, der von ihrdie Erfüllung ihres Gelübdes forderte. Kein Ausweg blieb ihr.Er nannte sich Gunnar, Giukis Sohn, und verlobte sich ihr,indem er ihr den Ring Andvaris, den sie von ihm erhalten,
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