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entführt worden. Dort hatte sie bald hernach als Kriegsgefan-gene den lichtäugigen Sohn geboren und Sigurd genannt.Zum Erzieher gab man ihm den kunstreichen Schmied Regin;der war ein Zwerg von Wuchs, weise, grimmgemuth und zau-berkundig. Seit lange aber drückte ihn ein schwerer Harm; dennsein Bruder Fafnir hatte ihm seinen Antheil am Erbe ihresVaters Hreidmar vorenthalten.
Sie waren einst drei Brüder gewesen. Otr, der dritte,,war ein rüstiger Jäger und hatte die Gabe, Thiergestalt anzu-nehmeu. Als er eines Tages in der Gestalt einer Fischotter aneinem Flusse saß und blinzelnd von einem Lachs aß, den er sicheben gefangen hatte, kamen drei Götter herzu, welche ausgezogenwaren, die Welt zu durchwandern, Odin, Loki und Hönir- Lokihob sofort einen Stein auf und zerschmetterte ihm den Kopf.Dann nahmen die Götter Otter und Lachs mit sich und batenim Gehöfte Hreidmars um Nachtherberge. Doch als der Altedie erschlagene Fischotter erkannte, legten er und seine SöhneHand an die Gäste und verlangten als Lösegeld, daß sie den ab-gezogenen Balg innen mit Gold füllen und dann außen völligmit Gold bedecken sollten. Von solchem Rechtsbrauch stammt deruralte formelhafte Ausdruck Hülle und Fülle. Loki wurde aus-gesandt, das Gold zu schaffen. Er gieng nach dem Land der Schwarz-elben, fieng einen schatzhütenden Zwerg, Andvari geheißen, und ver-langte von ihm alsLösegeld seinen ganzenHort. Der Zwerg trug Allesaus dem Steine hervor, was er hatte; nur einen kleinen Ring verbarger in der Hand. Den bat er ihm zu lassen, weil ein Zauber darinliege, wodurch er sein Gold wieder mehren könne. Aber Loki entriß ihmden Ring. Da legte der Zwerg einen Fluch auf den Ring, daß erjeden, der ihn besitze, das Leben kosten solle. Als Loki den Hort zuden Göttern brachte, gedachte Odin, den Ring für sich zu be-halten. Sie füllten nun mit dem Golde den Otterbalg, stellten
(SSS)