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Die Nibelungensage
Entstehung
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Gott der That geworden war, hochdeutsch "Wuotau, niederdeutsch^Locluu, nordisch Oclbiun geheißen. Als oberster Lenker derSchlachten entsendet er die Walküren, einst göttliche Wesen, nunaber sterbliche Jungfrauen mit Götterkraft geweiht, welche imgoldenen Waffeuschmuck durch die Lüfte reitend nach seinem Be-fehl Sieg und Tod den Kämpfenden zutheilen. Jedoch nur imStande jungfräulicher Freiheit genießen sie dieses Vorrecht; durchMaunesliebe schwindet ihre Walkürenkraft, und sie werden wiejedes andere irdische Weib. Ost, wenn die Waffen ruhenkommen sie in Schwangestalt zu einsamen Wassern geflogen,legen die Schwanhemden ab und baden sich; wer sich da ihresGewandes bemächtigt, erhält Gewalt über sie. So ergieng eseiner der schönsten dieser Schaar; die nannten ihre Schwesternbald LiAnrärika, die Siegfördernde, bald Hilde unterm Helm,bald Panzerhilde, Lr^ullilck. Ihr raubte einst, da sie kaum zwölfWinter alt war, ein junger Held das Gewand und zwang siein seinen Dienst, so daß sie ihm in einer Fehde wider Odinsausdrücklichen Befehl den Sieg verlieh und seinen Feind, einenalten Günstling Odins, in den Tod sandte. Da zürnte der Gottund erklärte ihr, sie solle fortan nicht mehr der Schlachten wal-ten, sondern einem Maune unterthan werden. Aber sie erwi-derte, sie werde sich Keinem vermählen, der sich fürchten könne.Da stach sie Odin mit dem Schlafdorn, umschloß die Schläserinmit einer Schildburg und ließ ringsherum hohe Flammen lo-dern (vukrloAi, die wabernde, flackernde Lohe).

Unterdessen erwuchs ihr von Odin bestimmter Befreier amdänischen Hof. Er war vom Heldenstamm der Wölsungen.Sein Vater, König Siegmund, war im Kampf gegen ein feind-liches Geschlecht, die Söhne Hundings, gefallen, und seine MutterHiördis war, als sie einsam auf dem Walfeld bei dem Todtensaß, von einer zufällig landenden Wikingsschaar nach Dänemark

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