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dazu, und Siegfried, über die Rede seines Weibes entrüstet,bietet die Hand zum Eid, daß er ihr das nicht gesagt habe.
Aber Brunhild trauert von diesem Tag an so sehr, daß esdie Getreuen Günthers erbarmt. Da kommt Hagen von Troujezu seiner Herrin gegangen. Dort treffen ihn die Könige; min-der junge Giselher mahnt die Grollenden an Siegfrieds Treue:als sie aus einander gehen, ist des Helden Tod so gut wie be-schlossen. Dem schwankenden Günther redet Hagen ein, wennSiegfried nicht lebte, würden ihm viele Köuizslande unterthan.So kommt die Gier nach Siegfrieds Macht und Neichthum demDurst nach Rache zu Hilfe. Es gilt nur noch zu erfahren, wieSiegfried zu verwunden sei. Angebliche Boten des Sachsenkö-nigs kündigen Günther den Frieden, und sofort ist Siegfried be-reit, für ihn ins Feld zu ziehen. Hagen kommt zu Kriemhild,um Abschied zu nehmen. Sie, die ihre Rede gegen Brunhildbereut und, von düstern Ahnungen verfolgt, für das Leben desgeliebten Mannes fürchtet, bittet Hagen, ihn zu schützen, undvertraut ihm arglos Siegfrieds Geheimniß an. Als er sich einstim Blut des Drachen gebadet hat, ist ihm zwischen die Schul-tern ein breites Liudenblatt gefallen: dort kann man ihn ver-wunden. Nähet, erwidert der lauernde Hagen, auf sein Gewandein kleines Zeichen, daran ich erkenne, wo ich ihn behüten soll.— Nun wird statt des Kriegszuges eine Jagd im Odenwaldveranstaltet, und wahrend dort der fröhliche Held aus einer Quelletrinkt, schießt ihn Hagen von rückwärts mit dem Sper in dasaufgeuahte Kreuz, womit die angstvolle Liebe seines Weibes ihnzu schützen dachte.
Als Kriemhild am andern Morgen vor Tagesanbruch zurMette gehen will, sagt ihr Kämmerer: Steht stille, vo: der Thüreliegt ein todter Ritter. — Da denkt sie an Hägens Frage undsinkt sprachlos zusammen. Das Gesinde redet ihr zu: Vielleicht