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fried das Blut aus dem Munde. Doch schnell faßte er denSper, kehrte die Spitze nach rückwärts und traf Brunhild mitder Gerstange, daß sie zu Boden fiel. Nun schwänz sie denFeldstein, warf ihn weithin und übersprang ihn noch. Aber derunsichtbare Siegfried that Wurf und Sprung noch weiter, in-' dem er König Günther in den Armen mit sich trug. Das Spielwar entschieden; man sah am Ziele Niemand als Günther stehen,und Brunhild, vor Zorn erglühend, befahl ihren Mannen, näher-zutreten und ihm als ihrem Herrn zu huldigen.
Da sie aber Aufschub suchte und ihre Freunde schaarenweisein der Burg sammelte, fuhr Siegfried heimlich nach Nibelungen-land in Norwegen und holte dort 1000 seiner besten Helden.Das sind meine Mannen, sprach Günther zu Brunhild, unddiese gieng ihnen entgegen, sie willkommen zu heißen. Nur denSiegfried grüßte sie minder freundlich als die Andern. Warumthut sie das? Weil sie ihn für einen Dienstmann hält? Aberdie Andern, die sie freundlich grüßt, sind ja auch Dienstmanuen.
Nun führt Günther seine Braut in prächtigem Zuge nachWorms. Als er sich Abends im Saal zu Tische setzen will,mahnt ihn Siegfried an seinen Eid. Günther läßt sofort seineSchwester Kriemhild allein in den Saal rufen und vermählt sieihm nach altdeutschem Brauch im Kreise der Verwandten. Sieg-fried schließt sie als sein Weib in die Arme und küßt sie vorden Helden. Dann setzt er sich mit ihr an die Tafel dem Kö-nigspaar gegenüber. Als Brunhild die Beiden beisammen sitzensieht, bricht sie plötzlich in Thräuen aus. Warum? so fragenwir mit Günther. Sie müsse weinen, erwidert sie, über dieErniedrigung Kriemhilds, daß diese einem Eigenholden, einemdienstbaren Manu, vermählt sei. Auf Günthers Gegenredenerklärt sie mißtrauisch, sie werde ihn nicht als ihren Gatten an-erkennen, bis er ihr sage, warum er seine Schwester Siegfried
(S7S)