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beiden Könige mit ihrem eigenen Schwert sammt ihren zwölfriesigen Helfern. Den starken Zwerg Alberich, der seine Herrenzu rächen dachte, bezwang er im Ringkampf und nahm ihm dieTarnkappe, den unsichtbar machenden Mantel, in den sich Zwergeund Elfen zu hüllen pflegen. Nun war Siegfried Herr desHortes, ließ ihn wieder in den Berg tragen und gab ihn in dieObhut Alberichs, der ihm Diensteide schwur.
Die zweite Jugendthat Siegfrieds, welche nur kurz erwähntwird, ist die Erlegung eines Drachen, in dessen Blut er sichbadete, wodurch seine Haut hörnen, unverwundbar, wurde.
Im Gedicht erzählt diese Abenteuer den Burgundenkönigenihr vielerfahrener Vetter und Dienstmann Hagen von Tronjeund räth ihnen zugleich, den Haß des kühnen Fremdlings zu ver-meiden. Sie reden dem Ungestümen freundlich zu; er läßt sichbesänftigen und bleibt als Gast in Worms. Wenn er auf demHofe mit den jungen Männern den Stein schwingt oder denSper wirft und es allen darin weit zuvorthut, schaut oft Kriem-hild heimlich aus einem Fenster und verlangt nach keiner an-deren Kurzweil. Doch Er bekommt sie nicht zu sehen ein ganzesJahr. Da wird den Burgunden von Sachsen und Dänen Kriegerklärt; Siegfried nimmt den König der Dänen im Einzelkampfgefangen, und die Sachsen senken in der Schlacht vor seinemSchildzeichen ihre Fahnen. Er bringt die gefangenen Feindenach Worms und will in sein Land heimkehren, ohne Kriemhildgesehen zu haben. Aber man bittet ihn, bis zur Siegesfeier zubleiben.
Da tritt denn die Liebliche hervor wie das Morgenrothaus trüben Wolken. Die prächtigen Kämmerer schreiten vor ihrher und bahnen ihr den Weg durch das Festgedränge. Doch derHeld steht zaghaft bei Seite und denkt: Wie könnte das ge-schehen, daß ich dich minnen sollte? Es ist ein thörichter Wahn.
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