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Technische Probleme aus Kunst und Handwerk der Alten
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ein ästhetischer wie ökonomischer; denn nicht nur hatten die altenGoldbrocate einen sanften Glanz und fügten sich leicht der Ge-stalt an, während die heutigen brettartig steif und von einemflitterartigen Glanze sind, sondern die alten Goldfäden müssenauch viel wohlfeiler gewesen sein, da sie durch die ganze Breitedes Gewebes hindurchgehen, während die heutigen Goldstoffebrochirt sind. Semper vermuthet, daß die Erfindung jener Gold-fäden der alten Brocate Geheimniß der Chinesen und Japanesengewesen, und daß man die Fäden fertig aus China bezogen habe.Betreffs der Herstellung vermuthet er,daß der Papierähnlichevergoldete Stoff, mit welchem die Baumwollsäden übersponnen sind,eine Art von Kautschuck sei, der zuerst einen Streifen von ziem-licher Dicke bildet, dessen obere Seite man vergoldet und ihndann zu äußerster Länge extenuirt, wobei das Gold bei ange-messener ursprünglicher Dicke vermöge seiner gleichfalls sehr gro-ßen Dehnbarkeit dem Extenuationsprocesse nachfolgt"") Mirist nicht bekannt, ob aus Grund dieser Vermuthung praktischeVersuche gemacht worden sind.

Verloren gegangen ist auch die Technik der Purpurfärberei,die bei den Alten eine so hervorragende Rolle spielte. Alleinhier liegt der Fall ähnlich wie bei der Enkaustik im Gegensatzzur Oelmalerei. Die Neuzeit hat so unendlich viel andere, we-niger kostspielige Farbstoffe entdeckt und verdankt der Chemie nochimmer die Entdeckung neuer, daß man des beschwerlich zu ge-winnenden und kostbaren Stoffes der Purpurschnecken nicht mehrbedarf. Und so wir hier steht es noch mit mancher andern imAlterthum blühenden und heut untergegangenen Technik, derenAufklärung wohl für den Alterthumsforscher von Interesse ist,deren Wiedererweckung aber für die heutige Zeit mit ihren voll-ständig anderen Anforderungen und Bedürfnissen ganz bedeu-

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