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Die gasförmigen Körper und die heutige Vorstellung vom Wesen der Gasform : Vortrag, gehalten am 24. September 1875 zu Sondershausen
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theorie genannt hat, in vollem Einklang stehen.^) Wenn esnun blos längst bekannte Erscheinungen wären, welche durchdie neue Vorstellung ihre Erklärung fänden, so könnte einbesonders skeptisch angelegter Geist, um den Werth derselbenherabzudrückeu, sagen, sie sei einfach diesen Erscheinungen ange-paßt. Nun, wenn wirklich die Theorie nichts weiter leistete,wenn sie nur die Resultate der Beobachtungen, deren unumgäng-liche Fehler berichtigend, auf einen mathematischen Ausdruckbrächte, an dem sich nicht mehr deuteln und mäkeln läßt, so ver-diente sie gewiß schon Anerkennung und wäre werthvoll ge-nug. Sie leistet aber mehr; auch ihre Consequenzen, d. h. Fol-gerungen, welche aus ihr im reinen Denkproceß gezogen wurden;haben sich als richtig erwiesen. Clausius hatte als eine solcheFolgerung die vorerst sehr auffällige Behauptung hingestellt, daßder sogenannte Reibungscoefficient der Gase unabhängig vonder Dichte derselben und proportional der Moleculargeschwindig-keit sei; O. E. Meyer zeigte nach eigenen, direkten Versuchen, sowie aus Beobachtungsresultaten Grahams, daß sich die Sachevollständig so verhalte. Ebenso wurden die VorausberechnungenMaxwells, betreffend das Wärmeleitungsvermögen der Gase, vonStefan experimentell bestätigt.

Haben wir einmal einen Pfad, meinetwegen im Walde oderGebirge betreten, auf dem wir für unsere Mühe und Anstrengunghier und da durch einen schönen Fernblick, einen Fund, der amWege lag, belohnt wurden, so fühlen wir uns veranlaßt, immerweiter vorzudringen, wenn auch das Gebüsch dichter und derPfad steiler wird. Wir vermuthen irgendwo vor uns eine Höhe,einen freien Platz, von dem wir eine Uebersicht haben weit überBerg und Wald, in Thäler und ferne Ebenen. Ganz in ähn-lichem Falle befindet sich der Forscher, der durch die von ihm ge-fundenen Resultate in der Ueberzeugung bestärkt wurde, daß ersich auf rechtem Wege befindet. Auch er dringt weiter, er scheut

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