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ab und zu auch nicht eine kühne Hypothese, mit deren Hülfeer sich über einen schwierigen Punkt hinwegschwingt.
Clausius hatte die Beziehungen gesucht zwischen dem Durch-messer und der Anzahl der Molecüle in einem gegebenen Raumezu der mittleren Weglänge; er legte so den Grund zur Schätzungder absoluten Größe der Atome. Loschmidt, Stoney und Thom-son machten sich gleichzeitig und unabhängig von einander andie Lölung dieser letztem Aufgabe, welcher Chemiker und andereNaturforscher bisher aus dem Wege gegangen waren durch dievorläufig allerdings genügende Annahme, daß jene Atome un-endlich zahlreich und unendlich klein seien. Thomson^) fand,daß ein Kubikcentimeter eines Gases von gewöhnlicher Dichteetwa 6000 Trillionen Molecüle enthalte, eine Flüssigkeit oder einfester Körper je nach seiner Dichte 500 bis 16000 mal so viel,und daß der Durchmesser eines solchen Molecüls ohngefähr der500 millionste Theil eines Centimeters sei. 2 °) Wie wir unsnicht von den Dimensionen des Sonnensystems, noch wenigervon der ungeheuren Entfernung eines Sternes, die etwa nachLichtjahren angegeben ist, eine Vorstellung machen können, ebensowenig ist uns die außerordentliche Kleinheit und die Zahl, welcheden die Körper zusammensetzenden Theilen zugeschrieben wird,direkt faßbar. Nur mittelbar, durch eine Vergleichung, könnenuns solche Dinge näher gerückt werden. Man stelle sich, sagtThomson, einen Regentropfen oder eine erbsengroße Glaskugelvor, denke sich dieselbe bis zum Umfange der Erdkugel ver-größert, während die Molecüle in gleichem Maße wachsen; dieseMolecüle würden dann gröber sein als kleine Flintenkugeln, aberkleiner als Cricketbälle." Mag es nun mit dieser Zahl und mitder Größe der Molecüle sein, wie es will, mag eine spätere Zeitlehren, daß sie stark zu modificiren find, — denn allerdings sindmanche von den Schlüssen und Annahmen, mittelst welcher siegefunden wurden, anfechtbar — es ist richtig, was derselbe ThoM-
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