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ter Geschwindigkeit geradlinig fortschreitend durch den Raumbewegen.
Ein jedes behält seine Richtung, bis es gegen ein anderesseinesgleichen oder gegen eine feste oder flüssige Wand anstößt,von wo es dann wegen seiner Elasticität mit ungeminderter Ge-schwindigkeit zurückprallt, um eine andere durch die Gesetze desStoßes bedingte Bahn einzuschlagen. Gleichzeitig können odermüssen vielmehr die Gasmolecüle auch eine rotireude Bewegunghaben, weil sie ja nur in einzelnen Fällen in centralem Stoßeauf einander treffen. Ebenso muß angenommen werden, daßdie Atome innerhalb eines Molecüls auch noch in Schwingungenbegriffen sind. Die gesammte lebendige Kraft aller dieser Be-wegungen nennen wir Wärme.
Als erstes Kennzeichen einer guten Theorie pflegt manmöglichste Einfachheit hinzustellen; diese Eigenschaft ist der Gas-theorie, welche zu ihrem Verständniß nur die simpelsten Begriffeder Mechanik voraussetzt, unbedingt zuzusprechen. Wie ist esaber mit den übrigen, den Werth einer Theorie bedingenden Er-fordernissen? Ist sie im Stande, eine Reihe erkannter ThatsachenZu erklären, in Beziehung zu setzen und ihnen trotz aller schein-baren Verschiedenheit eine gemeinsame Quelle anzuweisen? Führtihre consequente Anwendung zu weiterer, tieferer Erkenntuiß?Ordnen sich ihr auch alle auf dem betreffenden Gebiete neu ent-deckte Thatsachen willig unter? Die folgende Auseinandersetzungmag als Versuch gelten, diese berechtigten Fragen zu beant-worten.
Was zunächst den Uebergang aus dem flüssigen in denluftförmigen Aggregatzustand anlangt, so kann man sich leichtvorstellen, wie in Folge von zugeführter Wärme, d. h. durchdirecte Vermehrung der lebendigen Kraft der Molecüle endlichdie Anziehung überwunden wird, welche die Gesammtmenge nochauf das einzelne ausübte. Tyndall drückt sich so aus^): „Die
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