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Speculum vitae humanae : ein Drama ; 1584
Entstehung
Seite
57
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nacht im Beth nit sihet, mueß man sich auch nit so hefftigdarob scheuhen, dann wann aine für sich selbst vermüglichvnnd reiche Freund hat, kan sy ainem im fall der notauch zuhülff kommen, ist ainer schon selbst Reich, kan essich wol Hvetragen, das Er gueter Leut vnd freund be-dörffen wirbt. Dieweil dann, genediger Herr, ich deranderen kaine kenne, die E. G. fürgeschlagen worden, woltE. G. ich zu obgemelter Gräuin von Mötsch rathen vnndda E. G. dieselb zenemen sich entschließen vnnd mir auff-crlegen wollen, das ich ihrer Mengel halben bessern berichteinziehe, so wil ichs vnderthenigklich gern ihnen, dann ichbcy jhr gar wol bekannt bin.

s40l Jüngling:

Stallmaistcr, was sagst du darzue?

Stallmaister:

Gnediger Herr, dieweil mir die Person nit bekannt,will mir nit gebüren, das ich vil darzue rathen oder redensoll, da aber E. G. ain naigung darzue hetten, kündt esnit schaden, das E. G. derselben Hofmaister, die suchenbesser zuerkundigcn (wie Er sich dann solliches zethucn selbstan crbotten), dahin geschickt hetten.

Jüngling:

Secretari, ich wil dein mainung auch hören.

Secrctari:

E. G. mügen ihnen was Sy wüllen, aber, ob ichschon ain armer Gesell bin, so nämbe ich kaine die ainenMangel hette.

Jüngling:

Haußmaister, wie mainstu das jme zcthuen wäre?

Haußmaister:

Genediger Herr, dieweil E. G. ich hieuor gerathcn,das Sy dahaimen bleiben vnd sich verheyratcn sollen, mueßich mich wol bedencken vnd, dieweil ich vernommen, wasdie Gräuin von Mölsch für mengel, möchten E. G. derselben