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auch die Frauen wieder ganz in derselben Reihenfolge atif-fiihrt, in welcher der Herr sie genannt hat. Die Zwischen-frage des Jünglings, der sich auch hier von dem einen zumandern mit der stereotypen Frage wendet: „was mainst du?“,fehlt nur ein einziges Mal; ein zweites Mal, wo das Gesprächlebhafter wird, wendet sich der Stallmeister direkt gegen denHofmeister. Lebhafter ist schon des Jünglings Gespräch mitdem Einsiedel. Zwar auch hier wird die Rede des Einsiedelsimmer nur durch Zwischenreden des Jünglings unterbrochenund die Reden beider heben immer mit dem einförmigen„Lieber Vater“, „Lieber Sohn“ an. Aber doch auch wiederumdie neugierige Zwischenfrage des Jünglings „ob er denn dasselbst erfahren habe?“, oder ein ungezwungener Uebergangvon dem einen Thema zu dem andern, indem sich der Jüng-ling der Rede des Secretärs oder des Hausmeisters erinnert:„Ich muss gleich lachen, so ich daran gedenke, wie meinfreidiger Secretari den Krieg ausgefiihret hat“. Damit wirddas Schema durchbrochen und die Frageform geht auf denEinsiedel über: „Was hat dir denn der Secretari gutes ge-ratlien?“ „Hat dir denn dein Hausmeister einen so gutenRath geben?“. Der Schluss der Unterredung läuft dannwieder ganz in eine Predigt aus, in welcher der Ehestandals die beste Gelegenheit zur Uebung der Werke der Harm-herzigkeit geschildert wird, die wiederum in der Reihenfolgedes Katechismus aufgezählt und mit den 7 Todsünden con-trastiert werden. Nur die reuige Selbstanklage oder geiingstigteAusrufe des Jünglings unterbrechen diesen Sermon.
In anderer, aber ähnlicher Weise ist. auch der Inhalt deszweiten bis achten Actes schematisch. Er dient zur Illustrationder letzten Rede des Einsiedlers: in sieben lebenden Bildernvon fastnachtsspielartigem Charakter wird je ein Werk dergöttlichen Barmherzigkeit mit der entsprechenden Todsündecontrastiert, in der Weise, dass die Tugend in dem Manne,das Laster dagegen in dem Weibe oder dem Nachbarn oderdem Knecht etc. repräsentiert erscheint. Auch hier wird dasstarre Schema einige Male durch freiere Bewegung unter-brochen: der Zorn fehlt in Actus VIII so gut wie in derRede des Einsiedels; in Actus III werden zwei Todsündenanfgeführt, wogegen in Actus VI die entsprechende Sünde