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Speculum vitae humanae : ein Drama ; 1584
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schliessende Arbeit Uber diese ganze Gruppe soeben inInnsbruck 1888 erschienen.

Unter der Ueberschrift „Das allegorische Drama“handelt Holstein (160 ff.) von dem Everyman-Drama, in allemwesentlichen auf Güdekes verdienstvolle Monographie (Han-nover 1865) gestützt. Vgl. A. Hagen in v. d. Hägens Ger-mania X 56 ff.; Gödeke im Weimar. Jahrbuch IV 143. DerStoff berührt sich mit der buddhistischen Parabel von Barlaamund Josaphat, über welche Braunfels (Halle 1884) in einerDissertation gehandelt hat. Im Neudruck liegen ausser derenglischen Moralität (bei Gödeke a. a. 0.) nun auch der Ho-mulus des Jaspar von Gennep vor, den Norrenberg (Viersem1873) herausgegeben hat. Ueber den Ilekastus des Makro-pediuB handelt Jacoby ADB 20, 24. Die Artikel von SchererUber Diesthemius, Culmann, Bresnicer, Dedekind in derADB sind zu beachten; über Heros vgl. Spenglers IglauerProgr. 1887, S. 4; über Stricker Alt, Theater und KircheS. 398 f., vgl. auch die Mitt. d. V. f. LUbeckische Geschichteund Altertumskunde 1885, 2. Heft. Reypchen (Gödeke a. a. 0.110 ff.; derselbe, Pamphilus Gengenbach 604) wäre von Hol-stein besser in diesem Zusammenhang gelassen worden; beiden griechischen Stoffen (Holstein 250) hat er nichts zu thun.Ueber den Typus des christlichen Ritters oder des mileschristianus, welchen Holstein S. 164 f. berührt: H. GrimmUber Dürers Ritter Tod und Teufel (Preussische JahrbücherXXXVI 543; auch XXXIX über Dürers Satyros). Den Aus-gangspunkt bildet, nach dem Briefe des Apostels Paulus,das enchiridion militis christiani des Erasmus. Ausser Bres-nicer und Dedekind ist Laurimannus’ 1565 miles christianus,Luther als „Eislebischer christlicher Ritter“ in RinckartsDrama zu beachten, besonders aber die bei Mone, Schau-spiele des Mittelalters 411 ff. und danach bei Weller, Volks-theater der Schweiz S. 97 ff. verzeichneten Dramen.

Aber das allegorische Drama des XVI. Jahrhundertsbesteht nicht blos aus dem Everyman-Drama. Um dasselbebis auf seinen Ursprung zu verfolgen, müssten die Renaissance-feste mit ihren allegorischen und mythologischen Figuren unddie oben (S. IV f.) erwähnten halbdramatischen Humanisten-stücke von Locher und Celtis herangezogen werden. InPrasinus’ lateinischem Philaemus (Spengler, Schmeltzl 73 ff.'