Lotten vnd hoffgesind sein) müstu mein ergerniß vnd an-stoß, so du mir gemacht hast, vollends von mir hören,dann ich weyß deiner Handlung vyl, bin eyn weil eynWittenberger student') gewest, ich will aber nit von demgülden fingerlein, das vyl leüt ergert, noch von dem hüb-schen gemach sagen, das vber dem Wasser steht, darin mantrunck vnd mit andern doctoribus vnd hernn frölich war,wiewol ich vber dißes letzt offt meinem schülgesellen klaget,vnd mir die sach gar nit gefiel, daß man so vyl nötlichersach vngeacht vnnd vnangesehen, bei den byrigen mochtsitzen, vber diße geringe sach klagt eyn mal zu Nürenbergin D. Pirckheymerß hauß eyns kauffmans knecht vonLeiptzig, der sagt, er hielt nichts von dir, du künst dielauten wol schlagen, vnd trügst hembder an mit bendlein,darumb ich jnen selbmals gern eyn narren, auß lieb soich zu dir trüg, gescholten het, ich wißt aber noch nit daßdiser messiger vbermüt in dir eyn Vorbott war deins Wit-tens, das du ytzo thüst.
Nun ich solt wol aber irr werden, das gefiel mir zuder selben zeit vbel, daß du das gotloß vnd toll Witten-bergisch leben also entschuldigest, vnd sagest, wir könnenja nit engell sein, vnd man hett mir auch schier, weyßnit was für eyn glößlein vber disen text Matthei septimogemacht, an yren früchten solt yr sie erkennen, wie du dichauch noch rümbst der rechten lere des glaubens, vnd derlieb, schreiest, man straff alleyn sbs eüwer schwach leben,Neyn, wir richten oder schelten keynen sünder, wie yr thüt,wir sprechen aber, wo nit christliches glaubens werck volgen,do sei der glaub weder recht gepredigt, noch angenommen,vnd sagen von eüch, das lang Rom hat müssen hören,wie neher Wittenberg, ye böser christen . Du vnderstundestdich wol der hürerei manlich zu weren, daran man denchristlichen glauben wol spüren mocht, aber do bei mercktman, daß falsch vnd ungleich zu ging, daß man etlichenmagistris vnd collegaten, darzü andern, den man wol wolt,öffentliche hürerei züließ, ich hett anders zü künnen sehen,
1) Im ^Ib. ^.caä. Vitsb. cc>. I?öi8tsmann kommt seinXame nickt vor.