Druckschrift 
Aus dem Kampf der Schwärmer gegen Luther : drei Flugschriften
(1524, 1525)
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

36

verspottest du es? vnd richtest das? das du nit befundenhast? wilt du nun erst darauff synnen? welches duandere menschen sollest leren? Du soltest vil pillicher einkrümmer denn ein richter heyssen, das Wirt die armeChristenheyt wol innen werden, wie richtig dein flaischlicherverstandt, wider den vnbetrieglichen geyst gotes gehandelthat, laß dir Paulum daz vrteyl sagen.ij. Corin, xj. Duhast allezeit mit ainfeltigkeyt (durch eine zwibbeln ange-zaigt, die newn hewt hat) gehandelt alles nach der fuchsart, Sich pistu doch zum prandt fuchs worden der vormtage hayßer füllet, vnd nun die rechte warheyt wil auffgen,wilt du die klaynen, vnnd nit die grossen schelten, duthüst gleich wie wir teütschen sagen, du steigst in Prunn,wie der fuchs in dem einen eymer trath, vnd fraß dievische, darnach locket er dem vnsinnigen Wolfs in den Prunnin andern eymer, so feret er empöre, vnd der Wolfs bleibetdarunder. Also werden die Fürsten die dir volgen auchbesten, vnd die edlen strauchhenlin, welch du an die kauf-leüth hetzest. Ezechiel gibt das vrteil vom fuchs am.xiij. cap. vnd am.xxxiiij. von den bestien, wilden thieren,die Christus wölff nennet Joan. x. Den allen Wirts gen,wie den gefangen Füchssen. Psalm, lxxij. Wenn die lewtwerden erst anfanngen auffs (Es liecht zu warten, sowerden die klaynen hündleyn. Matthei .xv. c. zun Füchssenynß loch lauffen, do werden sye nit mer können den einwenig forn ynß maul peyssen, der frysch Hundt aberschüttelt dem fuchß das fell, er muß auß dem loch, erhat der hüner genüg gefressen. Sich Merten, hast dudyßen pratten nicht gerochen vom fuchß? den man zuHerren hoff für einen haßen, den vnerfarnen Wildschützengibt, du Esaw hast es wol verdienet, das dich der Jacobvertrucke. Warumb hast du dein recht vmb deiner suppenwillen verkaufst?

Ezechiel saget dies am .xiij. vnd Micheas am iij.Du hast die Christenheyt mit einem falschen gelaubenverwerret, vnnd kanst sy, nun die noet Heer geet, nit be-richten. Darumb heüchelstu mit den Fürsten, du meynstaber es sey gut worden, so du einen grossen namen über-kommen hast, vnd kummest ane ende wie du zu Leiptzgk