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Eduard Bendemann : Betrachtungen und Erinnerungen
Entstehung
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fierten Palrizierhauses als in einer Arbciterbaracke, unddag ich llau cle Oolo-;»ö lieber rieche, als Wirrst, Tabakund Schnaps.

Ein sehr begabter junger Kunstsäjriftsteller, O- F.Bierbaum, stimmt in einem kürzlich erschienenen Werkeüber die vorigjährige Münchener Iahresansstellung vvnKunstwerken aller Nationen (,,Münchener Jahresaus-stcllung. Text vvn O- F. Bierbaum. München l890,6r. E. Albert n. Comp.)" ein begeistertes Loblied der„Kunst des rücksichtslosen Naturalismus" und der„Armcleutemalerei" an, die er den „modernsten Aus-druck künstlerischer Zeittreue", einen „neuen, reinenSpiegel der Zeit in köstlicher Fassung" nennt. Esberührt fast kölnisch, diese künstlerische Zeitgcmästheitheilte wieder ans den Kampfschild der Kritik gehoben zusehen und man braucht kein Faust zu sein, mn auch hier dessenbekanntem Worte von ganzem Herzen zuznstimmcn:

„Was ihr den Geist der Zerteil heisst,

Das ist im Grund der Herren eigner Geist,

Zn dem die Zeiten sich bespiegeln."

Nierbaum kann es sich nicht versagen, bei jenerGelegenheit, dem Goethe'schen „Nur der Lebende hatRecht" folgend, die älteren Meister der Malerei mitSrcinen zu bewerfen und ihre Epoche als „eine imGrunde nnkünstlerische, weil nicht zeitständige (He!)sondern lediglich die Vergangenheit eopiercnde," zu be-zeichnen. Derartige liebenswürdige Einsichts - Aenstc-rungcn sind noch lange nicht die schärfsten, welche imLager der „Neuesten" fallen und wie der entbrannteKamps zwischen radikalem Naturalismus und Idealis-mus in der Folge sich gestalten und vollenden wird, istschwer voranszusagen.

Das Eine aber ist sicher: Mag das alte: „HieWcE, Hw Waibling!" auch noch so lange in unsereOhren gellen — der Name Eduard Bendemann wirdstets auf Seite der Idealisten glänzen. Und so langeKlarheit und Wahrheit, Tiefe ntid Kraft, Empfindung

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