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„Frau Schumann wie ihr Gatte waren währendihrer Düsseldorfer Wirksamkeit in meinem Hanse häu-fige und liebe Gäste."
„Ist cS wahr, das; die damaligen DüsseldorferKonzertkomitcmitglieder, wie man behauptet, Schumannso viele Unannehmlichkeiten bereiteten ?"
„Welche Stellung ist von Unannehmlichkeiten frei?"fragte der alte Herr zurück. „Daß Unverstand unddilettantische Anmaßung auch ihm gegenüber sich breitmachten und bei seiner mimosenhaften, reizbaren Naturdoppelt unangenehm und verletzend wirkten, will ichnicht in Abrede stellen. Man darf jedoch nicht vergessen,das; Schumanns Naturell und die traurige, krankhafteAnlage seines Gemüts wesentlich mitwirktcn, um der-artige Vorkommnisse ihm geradezu unerträglich zumachen."
„Sie glauben also, das; der Keim seiner tragischenGeisteszerrüttung auch während seiner frühesten hiesigenWirksamkeit schon vorhanden war?"
„Ganz gewiß. Ich erinnere mich da einer Seeuehier in meinem Hause. Wir hatten eine kleine Gesell-schaft zu Tische, unter welcher auch daS Schumann'scbeEhepaar sich befand. Nach dem Essen trug Frau Schu-mann einige Klavierstücke vor. Schumann hatte sichwährenddeß, wie es seine Gewohnheit war, in einNebenzimmer zurückgezogen. Seine Frau, die immersehr besorgt um ihn war und schau damals seines son-derbaren Benehmens wegen gar oft sich beunruhigte,ging nach Beendigung ihrer Vorträge zu ihm hi». Ichbegleitete sie. Als wir cintratcn, schrak er aus seinemträumerischen Versunkensein empor und fragte: „Werhat da gespielt?" Ich merkte, wie die Frage FrauSchumann ins Herz schnitt. „Aber, Robert, ich habeja gespielt!" erwiderte sie mit bebender Stimme. „So,warst Du das!?" gab Schumann gleichgültig zurück undversank wieder in seine Meditationen. Die sonderbarenWorte hatten die liebe Frau so angegriffen, daß sieerblaßte, förmlich unwohl wurde und den Wunsch aus-sprach, nach Hause zu gehe!;. Schumann hatte daraufnur ein kurzes: „Warum denn? Es ist ja ganz nett