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Dr. Thomas Murners Ulenspiegel
Entstehung
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Spätere, dem Ulenspiegel verwandte Bücher.

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Seiten lässt auf einen abgekürzten Text folgern. Aus dem, waser über die Holzschnitte bemerkt, ersieht man, dass dieselbenin der Ausgabe v. J. 1535 wiederholt sind. Wir finden sieauch in denen v. J. 1538 und 1543, wo ich derselben weitergedenken werde. Das Titelblatt der Ausgaben v. J. 1526 lind1536 besagt gleichfalls, dass vormals keine Figuren in diesemWerke gewesen; wir müssen es daher dahinstcllen, ob das Wie-ner Exemplar wirklich schon die zweite Ausgabe enthält.

3. ) Eine Ausgabe von Schimpffund Ernst&c. Strassburg1525. fob, 700 Erzählungen stark, wird in R ei chards Biblio-thek der Romane Th. XVII. S. 115125 angeführt, wo auchProben aus derselben gegeben sind. Die Erzählung 231 ist die-selbe, welche unter dieser Nummer in derjenigen v. J. 1522 sichfindet, und dürfen wir beide Ausgaben wohl für identisch halten.

4. ) Das Buch Schimpff vnnd Ernft | genannt, Wülchesdurchlauft! der weit hendel, | Mit vil fehonen vnd kurtzweyligenExcmplen vnd gleichnuffen, Parabolen | vnnd Iliftorien. Auch dar-neben etliche ernftliclie Gefchichten, ab wol- | eben der Meufch, foer die lefen ift, lieh billich belferen wirt, Je- | tzuncl von newemwider getruckt, vnnd mit fchünenn Figu- | ren durch aufz ge-zieret, derenn vormals keyne darin ge- ¡ wefen. Auch fleyffigvberfehenn, gemeret vnd gehef- | fort, Mit vil newenn Exemplen,jetzt hinzu | gethan, va ft kurtzweylig zu | lefen etc.

Hierunter ein grosser Holzschnitt, überschrieben: Ernst.Scbimpff. Unter letzterer Bezeichnung erblickt man ein Fest-mahl, ein Turnier und vorn eine Gruppe, wo ein Vater einvon einem Priester begleitetes junges Ehepaar mit Geld aus-steuert. Unter dem Worte "Ernst zeigt der Holzschnitt im Hin-tergründe einen Thurm, zu welchem eine Treppe hinaufführt.Ausserhalb des Thurmes hängt ein Korb, in welchem ein Mannzusammengekauert sitzt, ohne Zweifel zur Strafe. Davor erblicktman zw r ei bewaffnete Männer, welche einem w'ohlhäbigcn BürgerGeschmeide zum Verkaufe anzubieten scheinen.

Unten die Jahreszahl MDXXVI.

Auf der Rückseite des Titelblattes findet sich die Vorrededes Joh. Pauli gegeben zu Tann 1519.

Das einzige bekannte Exemplar dieser Ausgabe in Folio,

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